Die Frage, wann ein Radlager verschlissen ist und ausgetauscht werden muss, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es sind nicht in erster Linie die gefahrenen Kilometer, die das Radlager abnutzen, sondern die Art der Belastung, die es aushalten muss. Bei sportlichem Fahrstil und übermäßiger Nässe und Verschmutzung verschleißen die Radlager schneller und müssen unter Umständen eher ausgewechselt werden. Doch wofür sind die Radlager an einem Kfz zuständig und wie merkt man, dass ein Radlager kaputt ist?
An den Radlagern, welche auch Wälzlager genannt werden, sind die Räder eines Fahrzeugs befestigt und ermöglichen durch ihren Aufbau, dass sich die Räder an der Achse drehen. Das Wälzlager besitzt einen Außen- und einen Innenring, welche meist durch Kugeln getrennt sind. Diese Kugeln sorgen dafür, dass sich der Außenteil des Radlagers um den Innenteil drehen kann. Auf diese Weise kann das Fahrzeug mittels Rädern bewegt werden und die Achsen des Kfz werden von radialen und axialen Kräften entlastet, sodass ein ruhiges und kontrolliertes Fahren möglich ist. Bemerkt man beim Fahren eine unruhige Lenkung oder ein, mit der Zeit immer lauter werdendes, Schleifgeräusch bei Kurvenfahrten, kann man davon ausgehen, dass das Radlager verschlissen ist. Dann sollte bald gehandelt und das Wälzlager ausgetauscht werden, denn wartet man mit dem Austausch zu lange, kann das Radlager verkanten und so zum ungewollten Stillstand führen.
Ein Radlagerwechsel sollte immer paar- bzw. achsenweise geschehen. Zum einen, damit eine harmonische Lenkung besteht und zum anderen ist es sehr wahrscheinlich, dass auch das parallele Lager bald streiken wird. Für den Austausch der Radlager zahlt man in einer Kfz-Werkstatt zwischen 370 und 560 Euro. In diesen Kosten sind Arbeitslohn und die nötige Spureinstellung enthalten. Der selbst durchgeführte Wechsel der Wälzlager empfiehlt sich nur für Personen, die über eine ausreichende Erfahrung in Sachen Kfz-Reparaturen haben und über das nötige Werkzeug verfügen. Radlager selbst sind nämlich sicherheitsrelevante Bauteile, deren Aus- und Einbau dazu noch die Demontage von weiteren wichtigen Teilen wie Bremsscheiben, Bremssattel oder Stabilisatorenpendel beinhalten. Im Zweifel sollte man also auf Nummer sicher gehen und diese Arbeiten von einem Profi erledigen lassen.
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